Hypnosetherapie in Nürnberg

Burnout Phasen: Von der Begeisterung bis hin zur Lebensbedrohung

Burnout verläuft in Phasen. Umso weiter Burnout fortgeschritten ist, umso länger dauert die Regeneration. Deshalb ist es wichtig, möglichst frühzeitig gegen zu steuern.

Das Verständnis des Ablaufes hilft Ihnen vielleicht, Ihre eigene Situation einzuschätzen und für sich zu entscheiden, ob Sie die notwendigen Veränderungen zur Reduktion der persönlichen Belastung noch selber in Angriff nehmen, oder ob Sie sich professionelle Unterstützung einkaufen.

Typisches Verhalten bei chronischer Überforderung

Typisches Verhalten bei chronischer Überforderung ist z.B.

  • Ständig unter Strom sein. Keine Zeit für Pausen. Ungeduld beim Autofahren. Schnelles Essen.
  • Suchtgefahr. Mehr Rauchen, Alkohol, Beruhigungsmittel, Fernseh- oder Internetsucht, Aufputschmittel. Das Ziel ist die Ablenkung, Tröstung, Betäubung des nicht auszuhaltenden Drucks.
  • Zunehmendes Multitasking. Dabei wird die Arbeit immer hektischer und unstrukturierter. Keine Zeit für Planung, sondern wilder Aktionismus.
  • Verflachung des Sozialverhaltens. Mehr Konflikte mit anderen, Zynismus, vorwurfsvolles Verhalten.

Typische Burnout Phasen

10 Burnout Phasen. Von der Begeisterung bis zur Lebensbedrohung.

10 Burnout Phasen. Von der Begeisterung bis zur Lebensbedrohung.

Es gibt verschiedene Modelle. Manche zeigen drei Phase, manche Sieben (siehe z.B. Burisch) wie oder 12 Phasen (siehe Freudenberger) bis hin zum Burnout und Zusammenbruch. Als Orientierung können alle herangezogen werden, denn es geht ja darum, dass Sie eine Einschätzung für Ihre aktuelle Situation bekommen und reagieren können.

Phasen 1 bis 4: Überforderung und zu hoher Einsatz

Ausgangspunkt ist meist ein gesteigerter Einsatz. Interesse kippt in Verbissenheit und wird ungesund. Überstunden nehmen zu. Erste Erschöpfung oder vegetative Reizung stellen sich ein.

Ursachen hierfür ist häufig die Einschätzung der eigenen Wichtigkeit und hohe Ideale. Dies führt dazu, dass die Arbeit omnipräsent wird und immer schlechter abgeschaltet werden kann.

Stress wird zwar wahrgenommen, wird aber ignoriert. Soziale Kontakte nehmen ab. Eigene Bedürfnisse werden nicht mehr hinreichend befriedigt.

Die Einstellung zur Arbeit verändert sich zum Negativen. Es besteht Angst vor Kontrollverlust, Angst die Situation nicht mehr in den Griff zu bekommen.

Der Kontrollverlust mündet in Leugnung der Probleme. Sie wissen, dass Sie langsamer treten müssten, ignorieren dies aber. Erste Betäubungsprobleme treten auf: Medikamente, Alkohol, ungesundes und zu viel Essen.

Phasen 5. und 6. Werteänderung und Leugnung

Der Druck ist jetzt kaum noch ertragbar. Desorientierung und Hyperaktivität nehmen zu.

Das Sozialverhalten gegenüber anderen Menschen lässt nach. Vorwürfe, Konflikte, Sarkasmus und Zynismus sind die Regel.

Die persönliche Veränderung wird ignoriert bzw. geleugnet. Als Ursache wird primär das schwierige berufliche Umfeld gesehen.

Der eigene Pessimismus und die eigene Schuldzuschreibung nehmen zu.

Phasen 7. Und 8. Rückzug, innere Leere, psychische und psychosomatische Störungen

Weitere Abflachung der Emotionen und der Motivation. Orientierungslosigkeit und innere Lähmung.

Psychische Symptome und Störungen wie Schlafstörungen, Angstzustände, Panikstörungen sind häufig in dieser Phase.

Auf körperlicher Ebene kommen zudem oft Verspannungen, Schmerzen und andere psychosomatische Beschwerden hinzu.

Phase 9. Und 10. Depression, Verzweiflung, Zusammenbruch, Lebensgefahr.

Starke Niedergeschlagenheit, dauernde Müdigkeit, Antriebslosigkeit und viele Symptome mehr beschreiben diese Stufe.

Häufig treten längere Krankheitsphasen ein, bedingt durch eine völlige Überforderung des Immunsystems.

Existentielle Verzweiflung, Selbstvorwürfe und Suizidgedanken bilden das Schlusslicht des Burnout Prozesses.

Hilfe bei Burnout Symptomen: Reagieren Sie rechtzeitig!

Umso früher Sie in diesen Burnout Phasen reagieren, umso wahrscheinlicher schaffen Sie dies noch ohne externe Unterstützung. Spätestens ab Phase 5 empfehle ich ein Coaching, damit nicht nur Symptome sondern auch die ursächlichen Muster betrachtet werden können.

Wenn Sie bereits in Phase 9 oder 10 sind, dann suchen Sie einen Arzt auf. Hier hilft nur noch die Notbremse. Ein „Aus dem Verkehr Ziehen“, also ein Krankenhausaufenthalt oder zumindest eine längere Krankschreibung in Verbindung mit einer Psychotherapie sind wahrscheinlich.