Hypnosetherapie in Nürnberg

Hypnose im Alltag

Hypnose und Trance kommen auch in unserem Alltag vor, ohne dass wir sie vielleicht als solche identifizieren:

  • Dämmern vor dem Fernseher
  • Einschlafen, Aufwachen
  • oder das Lesen eines guten Buches.

Wenn Sie ein Buch fesselt, dann sind Sie ganz versunken. Dieser Flow-Zustand ist vergleichbar mit einer Trance in einer Hypnose. Die Außenwahrnehmung ist stark reduziert, die Konzentration auf die vermittelte Geschichte zieht uns in den Bann. Neue Welten werden uns eröffnet.

Studien zeigen, dass es für unser Gehirn gar nicht entscheidend ist, ob wir uns Dinge als Bilder vorstellen oder ob wir sie tatsächlich mit unseren Augen sehen. Das Gehirn nimmt sie als Bilder wahr. Insofern kann ein gutes Buch, aber eben auch gute Suggestionen, in einer Hypnose neue Einsichten, Erfahrungen an unser Unterbewusstsein vermitteln, die uns im Alltag eine gute Unterstützung sein können.

Hypnose ist gezielte Aufmerksamkeitsfokussierung

Hypnoseeinleitungen (medizinisch „Induktion“), verwendet eine klare Aufmerksamkeitsfokussierung. Außenreize werden reduziert, der Klient konzentriert sich auf die Stimme und die Worte des Hypnotiseurs. Worte werden umgesetzt in innere Bilder mit dem Ziel Veränderungsprozesse im Verhalten, Denken oder der Wahrnehmung zu unterstützen.

Ähnlich funktionieren auch viele Bücher, die uns gleich mit den ersten Zeilen in Ihren Bann ziehen. Manche beginnen sogar mit Worten, wie man sie auch in der Hypnose verwenden könnte: „Entspanne dich, sammle dich, lass deine Umgebung nach und nach immer unwichtiger werden. Außengeräusche werden immer unwichtiger für dich. Du wirst eins mit den Worten und Bildern deines Buches …“

Einer der wenigen seriösen Glücks-Experten, der Psychologe und Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi, definiert diesen Zustand des vertieften Zustandes in einer Tätigkeit als Flow. Alles andere verliert seine Bedeutung und Wichtigkeit. Während Kinder diesen Zustand z.B. im Spiel meist noch leicht erreichen, verlieren Erwachsene diese Fähigkeit zunehmend: „angespannte, konzentrierte Aufmerksamkeit“.

Hypnose-ist-wie-das-Lesen-eines-guten-Buches

Hypnose erzeugt Bilder in unserer Vorstellung, die uns unterstützen sollen.

Hypnose ist wie das Lesen eines Buches

Beim Lesen befindet sich der Leser in einer Zwischenwelt: Fasziniert von der Geschichte und vorgestellten Fantasiewelt. Er begibt sich freiwillig in diese Welt, versinkt so tief er kann und hat trotzdem die Realität noch im Hintergrund, in die er jederzeit wieder zurückwechseln kann.

Genauso verhält es sich mit Hypnose und Hypnotherapie: Der Hypnotiseur bietet eine Geschichte und Bilder an, der Klient begibt sich freiwillig in den Prozess. Er nimmt die Bilder und Suggestionen an, die hilfreich für ihn sind. Und er hat jederzeit die Möglichkeit, aus der Hypnose auszusteigen, wenn er das möchte. Niemand ist willenlos oder fremdbestimmt – genausowenig wie beim Lesen eines Buches.

Wichtig für den Grad der Vertiefung und des Flows ist, dass die Möglichkeiten des Betroffenen weder überfordert noch unterfordert werden. Nur wenn der Inhalt und die Form zum Konsumenten passen, entsteht ein gutes Zusammenspiel. Das ist bei einem passenden Buch genauso wie bei einer guten Hypnose.

Auch wenn es viele Hypnosebehandlungen „von der Stange“ im Internet zu kaufen gibt und einige davon sicher auch gute Wirkungen beim Nutzer bewirken: Wirklich gute Hypnosen sind sprachlich und inhaltlich auf die Bedürfnisse des Klienten abgestimmt. Dazu braucht es eine ausreichende Klärung der Ausgangssituation und Ziele des Klienten, die dann in der Behandlung aufgegriffen werden.

Wenn es gut fließt, dann ist es anstrengungslos und effektiv

Eine gute Hypnose ist fast schon unscheinbar und kommt ohne Elemente der Showhypnose aus. Bilder und Sprache holen den Klienten in seiner Welt ab und begleiten ihn. In tiefer Trance wird der Zugriff auf Lösungsideen des Unterbewusstseins erleichtert und zu den suggerierten Bildern entsteht die eigene Bilderwelt des Klienten. Verschiedene Methoden lenken diese Aufmerksamkeit und Bilder und versuchen Lösungsmöglichkeiten für die aktuellen Probleme zu entwickeln.

Wie auch in Hypnose können beim Lesen vielfältige Veränderungen stattfinden:

  • Körperliche Veränderungen: Die Muskelspannung, der Herzschlag, die Atmung und der Hautwiderstand verändern sich. Dies geschieht weitgehend unbemerkt und führt dazu, dass der Hypnotisierte sich wohl fühlt.
  • Veränderung der Wahrnehmung: Die Aufmerksamkeit verlagert sich von der bisherigen Wahrnehmung hin zur angebotenen Geschichte des Behandlers. Bisherige Anforderungen geraten in den Hintergrund – der Hypnotisierte gelangt in eine Art geschützten Raum.
    Zu Trancephänomenen in hypnotischer Trance siehe auch Wikipedia.

Zwei Dinge sind in der Hypnose jedoch anders:

  • Erstens wird in der Hypnose ein bestimmter Zweck verfolgt, z.B. Entspannung oder die Veränderung von psychischen und körperlichen Leiden wie Angst, Depression oder Schmerz.
  • Zweitens ist eine gute Hypnose immer ein einmaliger Text, der die Ausgangssituation des Klienten berücksichtigt und sich in ganz besonderer Art auf die Ziele des Klienten ausrichtet. Dabei werden persönliche Vorlieben bzgl. Sprache und Entspannungsorte berücksichtigt.

Während dieser Vorgang beim Lesen als ganz normal empfunden wird, gibt es bei Menschen gegenüber der Hypnose häufig Bedenken. Die Fragen „Wache ich wieder auf?“ oder „Bin ich in der Hypnose willenlos?“ sind den vielen Mythen rund um Hypnose geschuldet und allen voran den Showhypnosen auf Veranstaltungen oder im Fernsehen. Die Angst kommt vermutlich im Unterschied zu einem Buch daher, dass Hypnose durch einen Menschen durchgeführt wird, während man ein Buch einfach weglegen kann. Im Buch ist der Leser Zuschauer, in einer Hypnose ist er beteiligt. Das Vertrauensverhältnis zum Behandler ist deshalb entscheidend, damit Hypnose funktionieren kann.

Behandlungen in meiner Praxis in Nürnberg sind immer individuell, vertrauensvoll und zielgerichtet. Lassen Sie sich überraschen.