Hypnosetherapie in Nürnberg

Häufige Fragen zu Hypnose

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Misstrauen bei Hypnose ist normal

Hypnose zu verstehen ist wichtig, damit es funktioniert

Häufige Fragen zu Hypnose und Hypnotherapie.

Fast alle Klienten, die wegen Hypnose, Hypnotherapie oder Hypno-Coaching zu mir kommen, haben Fragen zu Hypnose und damit verbundene Unsicherheiten. Dies ist natürlich sehr stark auf das Bild zurück zu führen, das einem in Hypnose-Shows durch die Medien vermittelt wird.

Ich habe deshalb häufige Fragen aus meiner Praxis in Nürnberg auf dieser Seite zusammengestellt. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, dann stellen Sie sie bitte! Nur wenn das Unterbewusste Vertrauen zum Therapeuten und zum Vorgehen hat, kann eine Hypnosebehandlung auch wirklich funktionieren..

 

Ist Hypnose eine Art Magie oder übersinnlich?

Natürlich nicht. Hypnose hat nichts mit übersinnlichen Kräften zu tun, sondern ist ein geleiteter Prozess, bei dem der Klient mit Hilfe seiner Vorstellungskraft arbeitet. Dabei werden allerdings Impulse oder Wissen des Unterbewussten genutzt, die bei Wachbewusstsein in der Form vermutlich nicht so einfach zugreifbar wären.

Hypnotherapie ist ein anerkanntes Psychotherapieverfahren, das sowohl von Ärzten, Psychotherapeuten und auch Heilpraktikern für Psychotherapie angewendet werden darf. Die Inhalte und Vorgehensweisen können je nach Ausgangslage und Therapeut sehr unterschiedlich sein. Wie auch bei anderen Psychotherapie Methoden hängt der Erfolg wesentlich von Kooperation von Klient und Therapeut ab, vom Vertrauen des Klienten und von seiner Bereitschaft zur Veränderung.

Ich setze Hypnotherapie in meiner Praxis für Hypnose, Coaching und Psychotherapie in Nürnberg oft in Kombination mit anderen Methoden ein. Das kann z.B. Lösungsorientierte Kurzzeittherapie, Verhaltenstherapie oder die Arbeit mit dem „Inneren Team“ (Inner Familiy System“) ein. Wie und in welcher Form der Einsatz von Hypnose erfolgt, stimme ich immer auf die Problemstellung und die individuellen Wünsche meiner Klienten ab.

Was ist Hypnose?

Letztendlich ist Hypnose eine Art Aufmerksamkeitsfokussierung. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten diese hypnotische Trance zu erreichen. Wie tief eine solche Trance sein sollte, hängt sehr stark von der Aufgabenstellung ab. Meistens reicht eine leichte Trance. Dabei lenkt man seine Aufmerksamkeit z.B. erstmal auf den eigenen Körper, auf die Worte des Therapeuten, auf äußere Faktoren wie Raumwärme, Sitzauflage und so weiter. Durch die gelenkte Aufmerksamkeit treten andere Gedanken und Umgebungsreize in den Hintergrund.

Diesen Zustand nutzt man dann entweder für ein therapeutisches Gespräch. Dabei bleiben die Augen geschlossen. Impulse und Bilder aus dem Unterbewusstsein sind bei Fragen dann leichter abrufbar. Tiefere Ursachen oder Muster können dabei gezielt bearbeitet werden, wenn das gewünscht ist. Oder man nutzt die Kraft des Unterbewusstseins und der Vorstellung für gezielte Suggestionen, die eine Veränderung oder Gesundung erleichtern sollen. Dabei liegt der Klient dann in der Regel in seinem Sessel und der Therapeut erzählt z.B. eine Geschichte mit hilfreichen Impulsen und Bildern. Während das Wachbewusstsein reduziert ist, ist das Unterbewusstsein ganz präsent. Für manche Lösungsangebote der Geschichte des Therapeuten wird es hilfreiche eigene Bilder erzeugen. Diese Bilder können im Alltag sehr unterstützend sein und je nach Inhalt z.B. Angst reduzieren, einen gesünderen Umgang mit Stress ermöglichen, Grenzen einfacher erkennen lassen.

Bin ich in Hypnose willenlos?

Im Gegenteil. Erstens kann ein Mensch nur mit seiner Unterstützung hypnotisiert werden. Zweitens wird ein Mensch in Hypnose nie gegen seine Wertvorstellungen handeln noch wird er Suggestionen annehmen, die gegen sein Wertesystem sprechen. Drittens sind Sie jederzeit in der Lage aus der Hypnose auszusteigen, wenn sie für Sie unangenehm sein sollte. Durch Ihren eigenen Willen kommen Sie jederzeit wieder zurück ins Wachbewusstsein.

Kann es sein, dass ich aus der Hypnose nicht mehr aufwache?

Der einzige Fall, in dem ich mir das vorstellen könnte wäre, wenn Sie während der Hypnose einen Herzinfarkt erleiden und daran sterben. Davon wollen wir mal nicht ausgehen. Also NEIN. Es ist noch nie vorgekommen, dass ein Klient nicht aus der Hypnose erwacht ist. Selbst wenn Sie gerade in einer tiefen Trance wären und ich während der Behandlung einen Herzinfarkt erleide und Sie somit nicht gezielt „zurückholen“ kann – Sie werden nach einigen Minuten von ganz alleine aus der Trance und wieder vollständig ins Wachbewusstsein kommen.

Was ist Suggestivhypnose bzw. eine Suggestion?

Letztendlich sind es Angebote, die der Therapeut dem Klienten zielgerichtet über Sprache anbietet. D.h. während der Klient in Hypnose ist, erzählt der Therapeut z.B. eine hilfreiche Geschichte. Diese Geschichte enthält Suggestionen, z.B.

[..] stellen Sie sich vor, wie Sie die schwierige Situation gemeistert haben … Sie sind ganz zufrieden, ruhig … ihr Atem geht leicht und regelmäßig … Und ich weiß nicht, wie Erleichterung und Freude sich in Ihrem Körper zeigen könnten … wie Sie spüren, dass eine große Last abgefallen ist und Sie sich jetzt viel freier und leichter fühlen … […].

Sie sehen, dass die kurze Sequenz eine Menge an Angeboten für Bilder enthält. Die Suggestionen, die für den Klienten in dem Moment stimmig sind, wird er vielleicht aufgreifen, mit Bildern und Gefühlen ausschmücken, so dass sie im Unterbewusstsein verankert werden können.

Ist Hypnose wie Schlaf und ich kann mich danach an nichts mehr erinnern?

Hypnose ist kein Schlaf. Die Gehirnaktivität in Hypnose unterscheidet sich von der während des Schlafs Es ist eher wie der Zustand kurz vor dem Schlaf. Aussenreize werden nur sehr reduziert wahrgenommen. Etwas wie ein Dämmerzustand, der in der Hypnose gezielt genutzt wird. Ein Wachtraum – körperlich tief entspannt und gleichzeitig mental hellwach.

An viele Dinge können Sie sich normalerweise noch erinnern. Manche Passagen werden vermutlich an Ihnen vorübergehen, weil Sie zu sehr mit eigenen Bildern beschäftigt sind, die Ihnen Ihr Unterbewusstsein anbietet. Es ist aber nicht so wichtig, dass Sie alles bewusst mitbekommen, da Ihr Unterbewusstsein nichts verpasst. In den ersten Hypnosen ist das Bewusstsein häufig noch sehr damit beschäftigt möglichst viel zu hören. Im Verlauf nimmt das aber immer mehr ab, weil der Klient stärkeres Vertrauen in den Prozess und die Methode bekommt und weil er immer schneller in einen entspannten Zustand kommt, in dem er hauptsächlich „geschehen lassen kann“.

Was häufig vorkommt ist, dass das Zeitbewusstsein beeinträchtigt ist. D.h. eine Behandlung dauert z.B. 30 Minuten und dem Klienten kommt es wie 5 Minuten vor. Das ist in der Regel ein gutes Zeichen.

Bin ich hypnotisierbar?

Es gibt wenige Ausnahmen. Menschen mit einer schweren geistigen Behinderung oder Menschen, die aufgrund Ihrer Persönlichkeit so große Bedenken vor der Behandlung haben, dass das Vertrauen für Hypnose nicht gegeben ist. Sprachbarrieren sind ein weiteres Problem, weshalb ich in meiner Praxis in Nürnberg nur Menschen hypnotisiere, die ausreichend gut Deutsch verstehen. Und es gibt psychische oder körperliche Erkrankungen, bei denen Hypnose kontraindiziert ist, d.h. nicht angewendet werden sollte. Dazu gehören psychotische Erkrankungen wie Schizophrenie oder auch körperliche Erkrankungen wie Epilepsie.

Ansonsten ist jeder Mensch hypnotisierbar. Jeder auf seine Weise und in seiner Tiefe. Häufig sind gerade die Menschen, die denken sie sind nicht gut hypnotisierbar, besonders schnell in einer Trance wenn Sie erstmal Vertrauen zu der Methode bekommen haben.

Gibt es bei Hypnose irgendwelche Nebenwirkungen?

JEIN – Hypnose ist kein Spielzeug, das man beliebig auf das Unterbewusstsein loslassen sollte. Ich bin deshalb auch überhaupt kein Freund von Showhypnose. Sollte in einer solchen Showhypnose einmal unbeabsichtigt ein tiefliegendes Trauma reaktivieren, so sind die Situation und vermutlich auch die Expertise des Showhypnotiseurs nicht geeignet um damit professionell umzugehen.

Deshalb sollte Hypnose nur von fachkundigen Therapeuten ausgeführt werden. Ein Arzt, Psychotherapeut oder Heilpraktiker wird immer die Rahmenbedingungen, Vorerkrankungen usw. abfragen und ein tragfähiges Vertrauensverhältnis zum Klienten aufbauen, bevor er mit Hypnose beginnt.

Wie erreiche ich eine tiefe Trance?

Natürlich gibt es verschiedene Techniken, die die Trance vertiefen können. Aber das ist meist überhaupt nicht notwendig. Die meisten Impulse und Veränderungen und auch ein therapeutisches Gespräch unter Hypnose lassen sich wunderbar bereits bei leichter Trance erreichen. Insofern keine Angst – Sie müssen nichts erreichen, tun oder gar erzwingen.

Kann ich Hypnose selber lernen?

Unter Anleitung eines Therapeuten kann Selbsthypnose erlernt werden. Diesen Prozess können Sie dann selber für sich anwenden, um in einen entspannten Zustand zu kommen, z.B. zu Hause auf dem Sofa oder auch im Wartezimmer einer Praxis. Der eingeübte Prozess läuft in der Regel sehr schnell und mit etwas Übung fast automatisch ab. Dabei gibt man sich vorher selber die Anweisung, wie lange man in dem Entspannungszustand bleiben möchte. Das sind meist nur 1-2 Minuten. Danach bekommt man quasi durch das Unterbewusstsein den Impuls wieder zurück zu kommen. Die Entspannungs- oder hypnotischen Zustände kann man für sich nutzen um kurz und tief abzuschalten, zu regenerieren oder sich wieder zu zentrieren.

Wie funktioniert das Unbewusstsein?

Das Unterbewusstsein oder Unbewusste ist die Summe aller Erfahrungen und Wissens, die wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben. Viele dieser Ressourcen sind willentlich nicht direkt zugänglich. Es ist auch gut, dass es hier Filter gibt. Wenn uns all unser Wissen und all unsere guten und schlechten Erfahrungen vollständig immer bewusst wären, würden wir vermutlich verrückt werden. Das Bewusstsein lässt in der Regel nur das zu, was es in einem bestimmten Moment für hilfreich hält. Dabei bleiben viele Informationen und Wissen des Unterbewusstseins aber auch ungenutzt.

In der Hypnose versuchen wir mehr von den „Schätzen“ des Unterbewussten nutzbar zu machen. In einem Punkt sind sich alle Psychotherapeuten einig: „Die Lösung kann nur vom und durch den Klienten kommen“. Der Therapeut ist nur ein Begleiter, der den Klienten darin unterstützt wieder besser auf seine eigenen Ressourcen zuzugreifen. Diese Ressourcen liegen zum großen Teil im Unterbewusstsein.

Was ist der Unterschied zwischen Hypnose und Hypnotherapie?

Hypnose ist nur der Prozess, der in eine Trance führt. Therapeutisch wird Hypnose aber erst sinnvoll, wenn sie zielgerichtet zur Heilung eingesetzt wird. Hier spricht man dann von klinischer Hypnose, Hypnosetherapie oder Hypnotherapie.

Heilkundlich tätig werden (d.h. mit psychisch oder körperlich diagnostizierten Krankheiten arbeiten) dürfen in Deutschland nur Ärzte, Psychotherapeuten und Heilpraktiker.

Weitere Fragen und Anfragen gerne an meine Praxis für Coaching und Psychotherapie in Nürnberg

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an mich wenden. Ich biete in meiner Praxis in Nürnberg Coaching, Hypnotherapie und Psychotherapie an. Hypnose ist dabei oft ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, z.B. bei Burnout, Depression, Angst oder Schlafstörungen.