Hypnosetherapie in Nürnberg

Kontraindikationen für Hypnose

Wann Hypnose und Hypnosetherapie nicht angewendet werden können

Der „Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie“ führt in seinem Gutachten zur Anerkennung von Hypnotherapie nur Psychosen an, bei denen er die Anwendung von Hypnotherapie ausschliesst. Andere Verbände sehen hier auch weitere Vorbedingungen, die für Hypnotherapie ungeeignet sind.

In meiner Praxis in Nürnberg kläre ich Voraussetzungen für eine Hypnotherapie entweder im ersten Telefongespräch oder im Kennenlerngespräch ab. Für eine Behandlung mit Hypnotherapie oder Hypnose sind für mich folgende Voraussetzungen wichtig:

Sprachliche Barrieren

Ich biete Hypnose nur in Deutsch an. Wenn jemand die deutsche Sprache nicht ausreichend gut versteht um den Hypnoseanleitungen zu folgen und ein therapeutisches Gespräch unter Hypnose zu führen, dann macht Hypnose für mich keinen Sinn und kann sogar gefährlich sein.

Intelligenzminderung (geistige Behinderung) ab einem gewissen Grad

Psychotische Störungen (z.B. Wahn, Schizophrenie)

Menschen mit einer psychotischen Erkrankung haben oft schon eine Verzerrung der Realität. Hypnose, die ja zusätzlich Bilder produzieren soll und in der Entspannung erstmal die Außenwelt reduzieren und die Innenwelt fokussieren soll, ist deshalb ungeeignet. Psychosen werden primär medikamentös von entsprechenden Spezialisten behandelt.

Epilepsie und ähnliche Anfallserkrankungen

Obwohl Hypnose Entspannung fördern und damit ggf. die Wahrscheinlichkeit für Anfälle reduzieren kann, sollte Hypnose bei Epilepsie-Patienten nur eingesetzt werden, wenn eine medizinische Überwachung und Versorgung gegeben ist. Dies kann z.B. in einer Klinik der Fall sein.
Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Wie auch bei Epilepsie so sollte auch bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) z.B. durch einen Unfall, Hypnose nur im klinischen Umfeld durchgeführt werden weil dort die entsprechende medizinische Versorgung sicher gestellt werden kann.

Akute körperliche Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall

Hypnose hat durch seine enstpannende Wirkung häufig eine gefäßerweiternde Wirkung. Das ist bei akuten Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, ein Risiko weil die Auswirkungen in dem stark beeinträchtigen System nicht vorhergesehen werden können. Durch eine Entspannung der Gefäße könnte sich z.B. ein weiteres, noch in den Gefäßen bedindliches Gerinsel lösen.

Suchterkrankungen

Stoffgebundene Süchte wie Alkohol oder Drogen sollten mit Hypnose erst in der Nachsorge behandelt werden. Der Entzug sollte bereits medizinisch betreut stattgefunden haben. Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss befindliche Menschen reagieren auf Hypnose sonst ggf. unerwartet, da sie sich ja quasi schon in einem bewusstseinsveränderten Zustand befinden. Zur Nachsorge von Alkohol oder Drogensüchten kann Hypnose aber durchaus eingesetzt werden.

Bei stoffungebundenen Süchten wie Spielsucht, Kaufsucht, Computersucht kann Hypnose eingesetzt werden um zu versuchen den Prozess positiv zu unterstützen.

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen sind generell sehr schwer zu behandeln. Eine Chance auf Heilung ist oft sehr gering, teilweise können wenigstens die Auswirkungen etwas gelindert werden. Eine Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen ist meistens auf eine längere Zeit ausgelegt, während eine Hynpotherapie in meiner Praxis in Nürnberg eher auf kürzere Verläufe ausgelegt ist. Ich würde Persönlichkeitsstörungen deshalb nur im Ausnahmefall behandeln.

Weitere Kontraindikationen für eine Psychotherapie in meiner Praxis in Nürnberg

Folgende Gründe sprechen gegen eine Behandlung in meiner Praxis:

  • Psychotische Erkrankungen, also z.B. Wahn und/oder Halluzinationen.
  • Sehr ausgeprägtes Beschwerdebild, so dass eine stationäre Behandlung einer ambulanten Unterstützung vorzuziehen ist.
  • Akute Gefahr der Eigen- oder Fremdgefährdung (akute Suizidalität).
  • Akutintervention mit vielen, kurzgetakteten Terminen kann ich nicht leisten. Hierfür ist eine stationäre Behandlung vorzuziehen.
  • Eine psychiatrische, psychotherapeutische oder neurologische Behandlung wurde bereits aufgenommen und es besteht seitens des Arztes oder Behandlers kein Einverständnis bezüglich des Beginns einer Hypnosetherapie bzw. begleitenden Psychotherapie.
  • Veränderungswille, Offenheit und Kooperation müssen gegeben sein. Sonst macht eine psychotherapeutische Behandlung keinen Sinn.

Ergänzend im Internet eine schöne Übersicht zu Anwendungsgebieten und Kontraindikationen für Hypnose.