Hypnosetherapie in Nürnberg

Hypnose bei Prüfungsangst

Ich möchte Sie auf dieser Seite über die das Thema Prüfungsangst und Blackout informieren. Zudem möchte ich Ihnen eine Idee vermitteln, auf welche Weise und unter welchen Umständen Hypnose für Sie sinnvoll sein kann.

Inhaltsverzeichnis

Hypnose bei Prüfungsangst – Hilfe durch starke Bilder

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Prüfungsangst verstehen und verändern

Prüfungsangst und Blackout – Starke Bilder durch Hypnose.

Gute Vorbereitung und trotzdem das eigene Wissen nicht abrufen können? Ein Blackout in einer Prüfung ist ärgerlich, macht er doch die investierte Zeit und Anstrengung zunichte. Schlimmer noch: Versagen führt zu Angst vor weiterem Versagen.

Ob es sich dabei um die Führerscheinprüfung, Abitur, Examen und ob es sich um mündliche, schriftliche oder praktische Prüfungen handelt, ist zunächst mal unerheblich. Stress schränkt den Zugang zum eigenen Wissen erheblich ein. Obwohl unterbewusst vorhanden, scheint das Wissen durch das Bewusstsein aktiv nicht abrufbar. Die gewünschte Leistung kann nicht erbracht werden.

Prüfungsangst lässt sich sehr gut auch auf alle anderen Situationen übertragen, in denen wir Leistung erbringen müssen, z.B.:

  • Bewerbungsgespräche
  • das Halten einer Rede oder einer wichtige Präsentation
  • sportliche Wettkämpfe
  • Verhandlungssituationen

Hypnose kann hier eine gute Unterstützung sein. Prüfungssituationen werden vorab in der Vorstellung durchgespielt, hilfreiche Herangehensweisen erforscht, schwierige Augenblicke vorweg genommen und bewältigt. Erfolg wird suggeriert und das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Reale Prüfungssituationen können so häufig leichter bewältigt werden – hilfreiche Bilder in der Vorstellung begleiten den Klienten.

Häufige Symptome bei Prüfungsangst und in Leistungs-Situationen

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Stress Symptome sind oft unbewusst

Prüfungsangst beeinträchtigt nicht nur während der Prüfung sondern beeinträchtigt häufig schon lange Zeit vor der Prüfung.

Die Symptome bei Prüfungsangst können vielfältig sein: Von Anspannung, Schlafstörung, Alpträumen bis hin zu Niedergeschlagenheit, Resignation und depressiven Phasen. Häufig sind:

Im Zeitraum vor der Prüfung (Tage bis Wochen):

  • Unruhe, Schlaflosigkeit
  • Herzbeschwerden, Durchfall, Magendruck
  • Konzentrationsstörungen
  • Auf psychischer Ebene sind es häufig Selbstzweifel und negativen Gedanken. Die Überzeugung es nicht zu schaffen oder nicht genug getan zu haben. Selbstvorwürfe oder Suggestionen wie „Ich schaffe das nicht (mehr)“ oder „Ich bin zu dumm dafür“ verstärken den Prozess.

Direkt vor und während der Prüfung:

  • Gedanken und Bilder drehen sich permanent um die Prüfungssituation.
  • Die Angst vor Versagen und der Folgen spitzt sich zu.
  • Akute Angst, Blockaden, Panik
  • Kalte Hände
  • Stottern
  • Blackout
  • Bei einem „ausgewachsenen“ Angstzustand spricht man im klinischen Sinne von einem Panikanfall, Panikattacke oder wenn es regelmässig auftritt von einer Panikstörung.

Nach der Prüfung

  • Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit
  • Arbeitsblockaden
  • Vermeidungs- und Vertuschungsstrategien
  • Scham und Angst vor Gesichtsverlust gegenüber Freund, Familie, Partner.
  • Depressive Symptome
  • Verstärkte Angst gegenüber weiterer Prüfungssituationen.

Bei Prüfungsangst sind die eigenen Lernstrategien oft erfolglos. Das eine Extrem wäre die Vermeidung und lange Herauszögerung der Vorbereitung. Der Druck nimmt hier stetig zu. Eine sinnvolle Vorbereitung ist dann nicht mehr machbar und ein Misslingen vorprogrammiert. Das andere Extrem ist „Blinder Aktionismus“. Das Zitat „Als sie die Richtung verloren, verdoppelten sie die Geschwindigkeit“ trifft es oft recht gut: Sehr hoher Lernaufwand bei fehlendem System und tagelanges Durchlernen bis zur letzten Sekunde als Angstvermeidungsstrategie gehen aber häufig schief.

Doch wie kommt man zu einem eigenen Lernsystem und zu ausreichender Entspannung und Zuversicht, so dass Angst vor der Prüfung schrittweise bewältigbarer wird?

Professionelle Unterstützung mit Hypnose

Auf dem Markt gibt es Anbieter, die zur Bewältigung von Prüfungsangst angeleitete Hypnosen zum kostenpflichtigen Download anbieten. Das kann im Einzelfall schon helfen. Meiner Überzeugung nach sollte eine Hypnose aber immer auf die Situation des Klienten angepasst werden. Sowohl das Ziel, die konkrete Prüfungssituation als auch die Fähigkeit des Klienten hilfreiche Bilder zu erzeugen sind sehr unterschiedlich. Ein professioneller Hypnosetherapeut bespricht mit dem Klienten immer zuerst die Rahmenbedingungen und entwickelt dann individuell für den Klienten die Hypnose.

Ein weiterer Vorteil einer persönlichen Begleitung durch einen Hypnotherapeuten oder Hypnose Coach ist, dass mögliche Ursachen analysiert und bearbeitet werden können. Manchmal gibt tieferliegende Gründe, die einen Erfolg nicht zulassen wollen. Z.B. ist es denkbar, dass die ungewisse Situation nach einer bestandenen Examensprüfung das Bestehen der Prüfung unbewusst gar nicht zulassen.

Häufig sind es angstbesetzte, mittlerweile nicht mehr bewusste Situationen aus der Vergangenheit, die im Unterbewusstsein noch agieren. Oder überhöhte Ansprüche an die eigene Leistung schränken uns in Form von „Glaubenssätzen“ ein.Und obwohl wir hier eigentlich als Erwachsener gereift sein sollten, können wir in solchen spezifischen Situationen doch häufig auf unsere Möglichkeiten nicht gut zugreifen. Manchmal sind es ungelöste Belastungserlebnisse aus der Vergangenheit, die wieder in den Vordergrund treten: Angst und Ohnmacht macht sich schlagartig breit. Hier gilt es ganz gezielt den Fokus auf auslösende Erlebnisse zu lenken und an den „Wurzeln“ zu arbeiten.

Angst verstehen und schrittweise verändern

Aus der Angstspirale zur Zuversicht

Aus der Angstspirale zur Zuversicht

Es gilt wieder schrittweise Selbstvertrauen und Zuversicht in die Situation zu gewinnen. Neue Sichtweisen, Handlungsoptionen, Vertrautheit mit dem Angstprozess und damit Selbstsicherheit. Verschiedene Vorgehensweisen mit unterschiedlichem „Tiefgang“ können dabei unterstützen:

Angst verstehbarer machen. Dazu kann ein generelles Verständnis über Angstprozesse und den meist unbewusst und sehr schnell ablaufenden Vorgang helfen. Noch wichtiger ist es aber das eigene Angstverhalten nachvollziehbar zu machen und zu verstehen: Ist es Angst vor der Vorbereitungszeit, Angst während der Prüfung selber oder Angst vor den Folgen schlechter Ergebnisse? Schlüsselstellen können analysiert, bearbeitet und mit Hypnose unterstützt werden. Der modifizierte Ablauf kann in der Vorstellung und manchmal auch als Rollenspiel geübt werden. Schrittweise entwickelt sich mehr Klarheit und Klarheit fördert Sicherheit. Mit jeder neuen Erfahrung von Sicherheit steigt das Selbstbewusstsein. Das Ziel ist von einer Problemorientierung und Angst wieder hin zu Selbstsicherheit, Zuversicht und Kreativität zu kommen.

Hypnoseaufnahmen als MP3 für zu Hause. Hypnosen, die für Ihren Fall speziell erstellt wurden, werden während der Behandlung als MP3 aufgenommen, wenn Sie das wollen. So haben Sie zwischen den Behandlungen die Möglichkeit die Inhalte zu festigen. Auch nach Abschluss der Behandlung können diese Aufnahmen hilfreich sein, z.B. um den erlernten Umgang mit der eigenen Angst vor der nächsten Prüfungssituation noch einmal zu festigen.

Selbsthypnose für „kurz davor“. Selbsthypnose kann in der Behandlung eingeübt werden. Vor einer Stress-Situation kann dieser Prozess genutzt werden um zu versuchen in einen entspannteren inneren Zustand zu kommen. Abläufe und Bilder, die vorher gut eingeübt wurden, können auch in stressigen Momenten leichter abgerufen werden. Die Idee dahinter ist, dass ein kurzer „Schnelldurchlauf“ bereits ausreichende Impulse an das innere System erzeugen um gespeicherte hilfreiche Bilder und Gefühle für Entspannung und Zuversicht zu erzeugen.

Lernmotivation erhöhen. Aufteilen des Prozess bis zur erfolgreichen Prüfung in kleine, bewältigbare Schritte. Kleine Schritte können leichter bewältigt werden und Motivation und Selbstbewusstsein können wieder wachsen. Zudem muss die Attraktion des angestrebten Ziels selbstkritisch überprüft werden: „Warum will ich die Erfolg haben? Was ist danach?“. Wenn das angestrebte Ziel motivierend und der Weg dorthin bewältigbarer erscheint, kann Lernmotivation wieder wachsen. Ein besseres Verhältnis von Anspannung und Entspannung kann sich (wieder) einstellen.

Handwerkszeug für schriftliche Prüfungen

Realistische Vorbereitung mit machbaren Schritten

Realistische Vorbereitung mit machbaren Schritten

Neben den tiefer gehenden Vorgehenweisen oben, gibt es natürlich auch eine Vielzahl von ganz einfachen Tipps, die in vielen Büchern nachlesbar sind, z.B.:

Langfristige Prüfungsplanung: Ausreichend Zeit für das Lernen einplanen. Diese Zeit sinnvoll und machbar in den Tagesablauf integrieren. Regelmässige Auseinandersetzung mit dem Lernstoff. Wenn möglich ein wirkliches Interesse für den Lernstoff entwickeln. Und besonders wichtig: Eine klare Abgrenzung und Priorisierung des Lernstoffes und realistische Ziele. Zuerst die wichtigsten Themen, dann Themen zweiter Klasse und wenn noch Zeit bleibt, dann der Rest. Alle Themen mit der gleichen Priorität und durcheinander lernen funktioniert meist nicht!

Ausreichend Zeit für die Wiederholung und Verankerung des Stoffes einplanen. Im Vorfeld herausfinden, welche Lernform am besten funktioniert (Abschreiben, Karteikarten, Sprechen auf Band, Mind-Maps, …). Herausfinden ob man besser alleine lernt/wiederholt oder ob gegenseitiges Abragen, , usw. eine hilfreiche Alternative sind.

Angstbesetzte Situationen üben!

Angstbesetzte Situationen üben!

Prüfungssituation üben. Schriftliche Prüfungen kann man selber üben. Dabei sollte man sich realistische Rahmenbedingungen schaffen und diese auch ehrlich einhalten. Simulation von mündlichen Prüfungssituationen ist eigentlich ein „Muss“. Mit wenig Inszenierung lassen sich schnell realistische Prüfungssituationen erzeugen, die sehr gut geübt werden können.

Strategie für die Bearbeitung entwerfen: Aufgabenstellung und Hilfestellungen klar durchlesen. Dann ist es häufig gut zuerst die einfachen Aufgaben zu lösen. Das schafft etwas Sicherheit und schafft eine Basis. Dann die schwierigeren Aufgaben. Dabei ein Limit setzen, wie lange man daran verweilen möchte, entsprechend der möglichen erreichbaren Punktezahl und der Neigung. Wenn im Moment unlösbar, dann Aufgabe für spätere Bearbeitung markieren und weiter zur nächsten Aufgabe. Manchmal macht eine Vorstrukturierung der Lösung Sinn oder ein Brainstorming zur Lösung, bevor man in die Detailbeantwortung geht. Manchmal vergisst man sonst die einfachsten Dinge, wenn man erstmal im Detail stecken bleibt. Eine vorher erstellte Ideensammlung kann ein guter Anknüpfpunkt sein.

Bei mündlichen Prüfungen: Kurze Notizen und Ideenerstellung (<30 Sekunden) sollte auch in einer mündlichen Prüfung möglich sein, wenn man darum bittet.  Das ist zwar ungewöhnlich – man vergisst dadurch aber nichts und hat Anknüpfpunkte für den Notfall. „Lautes Denken“ bei der Beantwortung kann hilfreich sein. Der Prüfer bekommt somit die Gedankengänge mit und kann ggf. helfen. Auch das Wiederholen der Frage mit eigenen Worten hilft – Es stellt sicher, dass die Frage auch wirklich verstanden wurde.

Gibt es eine Alternative?

Lernen ist ein lebenslanges Thema geworden. Prüfungssituationen enden nicht mit der letzten Prüfung in der Schule oder dem Examen an der Universität. Und es gibt beliebige andere, vergleichbare Situationen, in denen auch Stress entsteht und die analog zu Prüfungsstress ablaufen können.

Umso wichtiger den eigenen Umgang mit Prüfungsangst und Stress-Situationen frühzeitig zu verändern. Veränderung braucht Zeit. Beginnen Sie deshalb rechtzeitig um sich ohne Druck bis zur nächsten Prüfung begleiten zu lassen.

Kontraindikationen für Hypnose bei Prüfungsangst

Ich biete in meiner Praxis in Nürnberg Coaching und Psychotherapie bei Prüfungsangst an. Aber ich bin kein Arzt, ich verschreibe keine Medikamente und ich kann Sie auch nicht krank schreiben. Deshalb wenden Sie sich bitte als erstes an einen Arzt, wenn Ihr körperlicher Zustand eine medizinische Behandlung erforderlich macht. Eine therapeutische Behandlung kann dann gut parallel zur medizinischen Versorgung gemacht werden.

Weitere Gründe, die gegen eine Behandlung von Prüfungsangst in meiner Praxis in Nürnberg sprechen könnten:

  • Akutinterventionen mit sehr kurzzyklischen und längeren Terminen kann ich von meinen Kapazitäten her nicht abdecken.
  • Wenn Ihre Angstzustände so schwer sind, dass eine stationäre oder ambulante Unterstützung in einer Klinik vorzuziehen ist.
  • Akute Suizidalität (Selbstmordgefährdung), die eine kurzzyklische Behandlung erforderlich mache.
  • Wenn Sie bereits in Behandlung bei einem Psychotherapeuten, Arzt, Neurologen oder Psychiater sind, dann benötige ich seitens des Behandlers ein Einverständnis, dass Sie begleitend eine Behandlung bei mir beginnen.

Weitere Kontraindikationen zu Hypnose finden Sie hier.

Professionelle Begleitung mit Hypnose oder Hypnotherapie in Nürnberg.

Prüfungs- und andere Situationen, in denen besondere Leistung erbracht werden soll, sind mir sehr gut vertraut. Ob schriftliche Prüfungen, mündliche Prüfungen, Bewerbungssituationen, Vorträge oder Verhandlungen: Viele Themen kann man vorab sehr gut bearbeiten und dadurch die Belastung in der tatsächlichen Situation reduzieren.

Nicht alles lässt sich auf Ihre Situation übertragen. Deshalb ist eine gute Klärung der Ausgangssituation und der gewünschten Veränderung und Ziele der erste Schritt einer professionellen Zusammenarbeit. Wie viele Behandlungen/Sitzungen dann eingeplant werden, stimmen wir gemeinsam in meiner Praxis in Nürnberg ab.