Hypnosetherapie in Nürnberg

Reaktion bei Stress – Was ist noch normal und was bedarf Coaching oder Psychotherapie?

Wieviel Stress ist noch normal? Bei welchen körperlichen Reaktionen sollten Sie aufmerksam werden?

Wer Stress als Dauerzustand nicht beachtet, schadet seiner Gesundheit. Tinnitus, Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen und Erschöpfung sind nur einige der möglichen Folgen. Der Körper gerät in einen Alarmzustand und mache diesen über Symptome nach außen hin sichtbar. Spätestens jetzt gilt es zu reagieren und weitere Folgen zu vermeiden!

Ablauf einer normalen Stressreaktion

Stress ist normal und wichtig, um den Körper in einen wachen und sehr leistungsfähigen Zustand zu versetzen. Diese Stress-Situation ist aber ursprünglich für seltenere Gefahrensituationen konzipiert und nicht auf einen Dauerzustand ausgelegt.

Akuter Stress macht uns kurzfristig sehr leistungsfähig und wach.
  • Bei akutem Stress nimmt die Durchblutung des Gehirns zu, Schmerzempfindlichkeit nimmt ab, Wachsamkeit und Gehirnaktivitäten sind geschärft.
  • Auch weitere Organe sind aktionsbereit oder werden heruntergefahren, weil sie nicht für die Ausnahmesituation benötigt werden. Die Augen sehen besser, indem sich die Pupillen weiten. Der Speichelfluss wird reduziert.
  • Das Immunsystem läuft auf Hochtouren, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Durch eine schnellere Atmung wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt.
  • Darm, Verdauung und Harnsystem werden gedrosselt, Blutgefäße verengt. Die Energiezufuhr für die Muskeln wir maximiert.
  • Die Muskulatur wird an vielen Stellen angespannt, z.B. in den Schultern und im Rücken. Durch die erhöhte Anspannung gerät der Körper ins Schwitzen.

Gesteuert wird dieser Mechanismus über die Produktion des Stresshormons Cortisol, das von den Nebennieren produziert und ausgestoßen wird. Im Normalfall stabilisiert sich das System nach einer Phase des Stress wieder.

Wie reagiert der Körper auf permanenten Stress?

Gehirn

Ein hoher Cortisolspiegel führt zu eingeschränkter Konzentration. Das Gehirn aktiviert dabei eine Kaskade von Reaktionen, die über Hormone auch die Organe unseres Körpers steuern.

Die Fähigkeit des Gehirns zur Entspannung lässt nach.
Bei ständiger Aktivierung dieser Stressmuster lässt die Fähigkeit des Gehirn zu Entspannung nach. Das Gehirn kann dann nicht mehr so leicht zwischen Anspannung und Entspannung umschalten. Stress-Situationen und Muster verankern sich im sogenannten Stressgedächtnis und werden in Zukunft immer leichter aktiviert.

Augen

Stress wirkt sich auch auf die Augen aus. Der Augeninnendruck kann sich erhöhen. Wenn müde Augen häufig überbeansprucht werden, kann die Sehleistung nachlassen.

Ohren

Der Ohrinfarkt kann zu Tinnitus oder einem Hörsturz führen. Beides muss kurzfristig ärztlich behandelt werden. Wenn Schäden bleiben, können diese zusätzlich zu psychischer und physischer Belastung führen. Psychotherapie ist manchmal nötig, um mit den Symptomen besser umgehen zu können.

Immunsystem

Ist der Körper gestresst, so wird er anfälliger für Krankheiten. Das leuchtet ein. Häufig ist es so, dass der Körper noch gut durchhält, während der Stresspegel hoch ist. Und im Urlaub bricht die Krankheit durch, weil der Stresspegel nachlässt. Häufige Krankheiten bei der Schwächung des Immunsystems sind Infektionskrankheiten wie Erkältungen, Bronchitis oder Herpes. Auch schwerwiegendere Krankheiten verlaufen schlechter oder treten überhaupt erst auf, wenn der Körper permanent überfordert wird.

Herz und Kreislauf

Arterien und Herzmuskel durch erhöhten Blutdruck und Puls belastet. Die Gefahr für Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall sind erhöht.

Darm

Eine schlechtere Durchblutung der Schleimhäute von Magen- und Darm machen die Organe anfälliger für Geschwüre.

Verspannung

Durch Stress sind die Muskeln in Daueranspannung. Verspannungen im Kopfbereich, Nackenverspannungen und Rückenschmerzen sind häufig die Folge.

Libido

Zyklusstörungen bei der Frau und Potenzstörungen beim Mann können die Folge von anhaltendem Stress sein.

Positive Wirkung von Freude und Sport

Wenn wir uns freuen, schüttet der Körper Serotonin uns Endorphine aus. Diese Stoffe, die auch „Glückshormone“ genannt werden, lindern Schmerzen und wirken gegen Stress. Der Körper erzeugt zudem Testosteron – das macht ihn etwas übermütig. Aktivität wie „verträglicher“ Sport helfen dem Körper Stress abzubauen. Sport mit Freunden sind wichtige soziale Kontakte, die Freude erzeugen können. Gerade in Stress-Zeiten wird der wichtige, ausgleichende Effekt von Sport meist übersehen oder gar bewusst zugunsten von noch mehr Arbeit reduziert. Die Gefahr von nachhaltiger Erschöpfung und Burnout-Symptomen wird dadurch erhöht.

 

Körperliche Symptome, die durch Stress hervorgerufen werden, sind häufige Begleiter einer Behandlung in meiner Praxis in Nürnberg.  Im Coaching oder in der Psychotherapie arbeiten wir an den Ursachen – aber auch am Umgang mit den Symptomen. Eine frühzeitige Bearbeitung ist wichtig, um keine schwerwiegenderen Folgen wie Burnout zu riskieren.