Hypnosetherapie in Nürnberg

Burnout Prävention – Stress Falle 2: Multitasking. Kein Weg zu besserem Zeitmanagement

Wir können denken, während wir Routinearbeiten erledigen. Wenn Sie z.B. an der Ampel stehen, können Sie über vor sich liegende Termine nachdenken. Viel mehr ist im Sinne von Multitasking aber nicht drin.
Im Gegenteil:

  • Wenn Sie bei der Bearbeitung eines komplexeren Themas gestört werden, dann benötigen Sie ca. 5 bis 10 Minuten, um wieder ganz in den Prozess zu finden.
  • Wenn Sie mehr als zwei Dinge parallel tun, dann nimmt die Fehlerhäufigkeit signifikant zu.
  • Wer über längere Zeit zu viel Multitasking betreibt wird erstens nicht zufrieden, weil er aufgrund der Parallelität nie den kurzen Moment des Gefühls erlebt, alles abgeschlossen zu haben. Außerdem wird sein Unterbewusstsein permanent in Zyklen versuchen Lösungen für alle parallelen Themen zu entwickeln. Das ist sehr anstrengend und fehlende Erholung führen zu Aggression, Rastlosigkeit und anhaltender Erschöpfung und Burnout Symptomen.

Lean Studien zeigen, dass eine lineare Abarbeitung zu erheblicher Produktivitätssteigerung führt. Was dort unter dem Begriff „Kanban“ beschrieben ist, lässt sich auch auf unsere Bürowelt übertragen. Ein Erfolgsfaktor spiegelt sich in dem Credo „Stop starting – Start finishing“ wider.

„Stop starting – Start finishing“

Eine mögliche Methode:

  • Schreiben Sie deshalb neue Aufgaben in einen „Vorratsspeicher“ und bleiben Sie an aktuellen Aufgaben dran, bis sie abgeschlossen sind.
  • Die Aufgaben im Vorratsspeicher sollten Sie dann in eine Reihenfolge bringen und mit der wichtigsten Aufgabe fortfahren.
  • Und zwischen Erledigung der einen Aufgabe und dem Beginn einer neuen gönnen Sie sich etwas Erholung, belohnen Sie sich, atmen Sie tief durch und nehmen den kurzen Moment der Entspannung wahr.

Unproduktive Zeit bewusst wahrnehmen und zur Erholung nutzen

Langeweile ist wird als unangenehm empfunden und Nichtstun ist gesellschaftlich nicht toleriert, ausser man packt es in Trend-Verpackungen wie Achtsamkeit oder Zen.

Die verfügbare Zeit wird deshalb immer mehr verplant und verdichtet. Zeit für Erholung wird selten eingeplant. Dabei ist insbesondere der „Deutsche“ angstgetrieben – von der Organisation des bestmöglichen Kindergartenplatzes und der frühkindliche Bildung bis hin zur Planung des Lebensabends.

Freizeitaktivismus in Verbindung mit tollen Planungs-Tools und größtmöglicher Vernetzung führen zu kaum noch Leer-Zeiten und Müßiggang. Dabei braucht unser Gehirn diese Ruhezeiten und Langeweile, um sich neu zu organisieren und zu verarbeiten. Wenn das ausbleibt, geht Regeneration verloren und Müdigkeit und innere Leere sind die Folge.