Hypnosetherapie in Nürnberg

Video zu Burnout von Dr.Gunther Schmidt

Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte des Videos zu Burnout von Dr. Gunther Schmidt.

Auslösende Faktoren und Muster für Burnout und warum kognitives Wissen und Ratgeber nichts hilft.

Burnout ist eine Reaktion auf Erwartungs- oder Anforderungsfelder, die nicht erfüllt werden können. Schädigend dabei ist der eigene Umgang damit: Stark ausgeprägte, perfektionistische Antreiber, die innere Sehnsucht es allen Recht zu machen und die Selbstverurteilung, wenn man es nicht schafft.

Innere Antreibersysteme führen zu Einstellungen wie „Ich muss allem gerecht werden“ oder „Wenn ich das nicht mache, dann bin ich wertlos, oder verliere meine Kontakte“, so Gunther Schmidt. Die Anforderungsfelder, auf die sich die eigenen hohen Ansprüche beziehen, sind dabei vielfältig: Beruflicher Erfolg, Familie, Kinder, Freunde, Sport, Ernährung und Gesunderhaltung, usw. In Kombination mit ständiger Erreichbarkeit bräuchten wir 72 Stunden am Tag, um allem gerecht zu werden.

Sie können tun was sie wollen – es ist nie genug.

Das „gnadenlose Antreibererleben“ ist dabei nicht bewusst so gewählt. Gerade die Menschen, die leistungsorientiert sind, haben mit Ihren Eigenschaften ja auch eine große Kompetenz. Diese ist erlernt, in der Biographie nachvollziehbar und war in der Vergangenheit auch genau in der Form wichtig. Nur passt das erlernte Muster nicht mehr zu den heutigen Anforderungen.

Dabei sind typischerweise gerade die Menschen Burnout gefährdet, die in erster Linie die Bedürfnisse anderer wichtiger nehmen als die eigenen. Eine persönliche Strategie, um einen sicheren Platz zu haben und Anerkennung zu bekommen. Typischerweise bekommt man keinen Burnout, wenn man in erster Linie an sein eigenes Wohlergehen denkt, so Gunther Schmidt.

Kognitives Wissen hilft nicht

Um Burnout Prävention zu betreiben wäre es wichtig, dass gefährdete Menschen sich abgrenzen und öfter Nein sagen. Doch Ratgeber und Fachliteratur hilft hier wenig, weil die Umsetzung nicht gelingt. Und zwar deshalb, „weil zwischen Kognition und dem unwillkürlichen Glaubenssystem eine zentrale innere Kampfsituation und Spaltungssituation da ist. Und das ist eine tragische Zwickmühle.“ so Gunther Schmidt. Das wirft dann zusätzlich den Konflikt auf einerseits zu wissen, was nötig wäre, aber auch das nicht zu schaffen. Dann kommen selbstabwertende, innere Prozesse wie „das liegt an mir“, „ich bin ein Versager“ usw. hinzu. Man gräbt sich damit zusätzlich auch noch innerlich das Wasser ab.

Körperliche Burnout Symptome werden ignoriert

Hilfreiche körperliche Symptome sind in der Burnout Spirale unerwünscht und werden deshalb meist ignoriert, bis der Körper zu massiveren Reaktionen greift.

Dabei wären die „somatischen Marker“, wie es die Hirnforschung nennt, eine hilfreiche Quelle. Gunther Schmidt nennt es eine kompetente Rückmeldeschleife, bei der der Körper einem versucht zu sagen „Ich bin jetzt müde, ich bin jetzt erschöpft, ich habe keine Lust mehr.“. Der Körper signalisiert „ES REICHT“. Der Körper fordert seine Bedürfnisse ein.

Die häufige Reaktion ist aber Ignoranz, Selbstverurteilung, Psychopharmaka, Medikamente sonstiger Art, Alkohol, um den Körper willentlich zu regulieren. Der Körper wird wie eine Maschine behandelt. In der Not reagiert der Körper dann mit Selbstregulation, z.B. einem Burnout. Ein sehr hoher Preis.

Videoquelle: Youtube. Originalquelle: Video zu einem Vortrag der Reihe „Leadership Revisited“ in Kooperation mit der Tageszeitung „Der Standard“ und „Vienna Consulting Group“, (Januar 2013, Wien).

 

In meiner Praxis in Nürnberg ist die Behandlung von Stress und Burnout einer meiner Schwerpunkte. Im Coaching wird die Ist-Situation analysiert, Ursachen identifiziert, Maßnahmen definiert und die Umsetzung der Maßnahmen im Alltag geplant und überprüft.