Psychosomatik » Symptome ohne körperliche Ursachen

Psychosomatische Störungen sind körperliche Beschwerden, für die auf körperlicher (organischer) Ebene keine ausreichende Ursache gefunden werden kann.

Häufige Symptome

Die Symptome sind vielfältig, z.B.

  • Erschöpfung
  • verschiedenste Formen von Schmerz (häufig Bandscheiben)
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden, z.B. Druckgefühl, Beklemmungsgefühl, Herzstolpern, Herzstiche
  • Magen-Darm-Beschwerden: Reizmagen, Reizdarm, Völlegefühl, „Bauchschmerzen“
  • Atemprobleme: Gefühl der Atemhemmung, Halsenge, Luftnot

Psychosomatik – Oft ein langer Weg!

Psychosomatische Symptome treten recht häufig auf, wobei bei den meisten die Probleme von alleine wieder weggehen, z.B. wenn die auslösende Ursache nachlässt. Bei vielen Menschen (ca. 10-20% – hier gibt es unterschiedliche Angaben) wird die Erkrankung aber auch chronisch und werden damit sehr dominant und belastend.

Das Schwierige an der Erkrankung ist, dass der Hausarzt nichts findet und der Patient dann enttäuscht ist. Häufig werden dann verschiedenste Versuche unternommen um das Problem medizinisch in den Griff zu bekommen – oft werden viele Ärzte konsultiert und die Behandlung zieht sich sehr lange hin. Dass die Ursache psychisch sein könnte, wird vom Patienten oft nicht akzeptiert, so dass eine Psychotherapie – wenn überhaupt – oft eher unmotiviert begonnen wird.

Schwierig ist auch die Komplexität der Erkrankung, die meist mehrere Ursachen hat. Sowohl körperliche und genetische Faktoren, als auch psychische Belastungen können in unterschiedlichem Zusammenspiel zu den Problemen führen.

Häufig treten begleitende andere Erkrankungen auf, insbesondere psychische Störungen wie Depression oder Angst.

Wichtig bei der Behandlung ist die Abklärung einer organischen Ursache. Danach kann eine Bearbeitung im Rahmen einer Psychotherapie erfolgen. Eine tragfähige Beziehung zu einem Therapeuten ist hier besonders wichtig. Eine Betrachtung verschiedener Lebensthemen kann Sinn machen um der Ursache auf die Spur zu kommen.